So kalt der See

Bodensee Krimi


Ein atmosphärisch dichter Kriminalroman . . . über ein grausames Geheimnis und eine immerwährende Schuld. Kommissarin Cora Merlin ist auf dem Weg in die Polizeidirektion Lindau, als die Fahrerin im Auto nebenan ihre Aufmerksamkeit erregt: Ihre Lippen formen das Wort »Hilfe«. Cora folgt dem Wagen und wird wenig später Zeugin einer Hinrichtung. Es beginnt die Jagd nach einem Täter, der einen verstörenden Plan verfolgt. Gnadenlos hetzt er Cora und ihr Team von einem Tatort zum nächsten – und immer unentrinnbarer in eine tödliche Falle.


Pressestimmen

Gespenster der Vergangenheit

Zuerst denkt Cora an eine Art Halluzination, als sie sieht, dass die Fahrerin im Auto neben ihr stumm das Worte „Hilfe“ formt. Aber ihr Bauchgefühl sagt, dass an der ganze Sache etwas dran sein muss und so heftet sich Cora kurzerhand an die Fersen des Wagens. Sie ahnt nicht, dass sie schon wenig später Augenzeugin einer regelrechten Hinrichtung wird und die Tat erst der Beginn einer Serie von grausamen Ereignissen ist….

Es gibt Krimis und es gibt echte Nervenzerrer, die die Leser:innen wie in einem Schraubstock gefangen halten. Und genauso ein Nervenzerrer ist „So kalt der See“ von Tina Schlegel, denn hier greift die kalte Hand der Angst nach den Leser:innen und zieht sie direkt in das Geschehen mit hinein.

Die Autorin hat einen raffinierten Plot gestrickt, der die Gespenster der Vergangenheit heraufbeschwört und immer wieder das Abzählmuster des Versteckspiels „drei, zwei, eins…ich komme!“ hören lässt. Dieser Satz bringt Tod und Verderben und Cora muss zunächst ziemlich rat- & hilflos dabei zusehen, wie ein Unbekannter sein Unwesen treibt und unschuldige Menschen ins Unglück stürzt.

Die Ermittlungen führen zu einem pensionierten Pfarrer und einer Psychologin, die beide auf den ersten Blick nur das Wohl ihrer Mitmenschen im Sinn haben. Doch Cora lässt sich nicht blenden und deckt ein Geheimnis auf, das Abgründe freilegt.

Die winterliche Stimmung rund um den Bodensee täuscht beschauliche Ruhe und Harmonie vor, doch unter der weißen Pracht liegt raffinierter Thrill und subtile Boshaftigkeit verborgen. Die Szenen sind verstörend, provokativ und zu jeder Zeit mit absoluter Spannung versehen, sodass es hier schwer fällt, das Buch überhaupt zur Seite zu legen.

Tina Schlegel lässt die Leser:innen präzise beobachten, damit die Aufarbeitung von immerwährender Schuld, Kindheitstrauma und dem Bezug zu den betroffenen Personen hergestellt werden kann. Das sorgt dafür, dass nicht nur die Spannungsschraube immer weiter gedreht wird, sondern auch die Nerven zum Zerreißen gespannt werden, denn hier hält es die Leser:innen nicht mehr auf dem Stuhl vor Anspannung.

Bis zur Lösung des Falles gibt die Handlung tiefe Einblicke in die menschliche Psyche frei, bereitet Ängsten und Hoffnungsschimmern eine Plattform und verwandelt den Wettlauf gegen die Zeit in ein reales Erlebnis.

Der zweite Fall von Cora Merlin überzeugt vom ersten Buchstaben an mit vielschichtigen Charakteren, einer extrem spannenden Handlung und ist für mich schon jetzt ein Highlight im noch jungen Krimi-Jahr 2022 !!

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